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    «Endlich gehts los»

    Bericht Regional vom 5. Juli 2007


    » Bericht aus dem Regional
      
    Vor ihnen türmen sich 1’432 Kilometer und rund 27’000 Höhenmeter auf, die mit Rennvelo, Bike und Inline Skates sowie schwimmend und joggend bewältigt werden wollen.

    Die Stimmung im Team pendelt – wie immer, wenn sich Körper und Geist in unbekannte Gefilde vorwagen – zwischen grosser Anspannung, konzentrierter Ruhe und riesiger Vorfreude. Auch Erleichterung schwingt mit: «Endlich gehts los», sagt etwa Thomas Schärer, nachdem sich die begeisterten Hobbysportler seit letzten September minutiös auf diese besondere Tour de Suisse vorbereitet hat. Sie sind wohl so fit wie noch nie. «Wir haben alle ein rechtes Trainingsprogramm absolviert», meint Schärer. Um aber sogleich einzuschränken: «Es geht uns nicht so sehr um die sportliche Leistung, sondern um das Teamerlebnis, die Woche gemeinsam durchzustehen». Der Weg ist also, so abgedroschen es klingen mag, das Ziel.

    Achterbahn der Gefühle
    Bis das Ziel, sich auf den Weg machen zu können, allerdings erreicht war, hatten «crazy5.ch» eine Achterbahn der Gefühle zu überstehen.
    Und das ging so: Die Riniker Fraktion des Teams treibt regelmässig zusammen Sport. Und als Schärer einen Gigathlon-Flyer hat aufliegen sehen, kam man euphorisch zum Schluss: «Das ist unsere Herausforderung!» «Aber für ein Fünfer-Team mussten wir noch zwei Frauen haben», schmunzelt Schärer. Marie Therese Schwarz, die Frau vom Eisenplastiker Dani Schwarz, war im Dezember fürs Projekt gewonnen, und die Top-Velorennfahrerin Helen Gehrig, «ein Glücksfall», hat spontan zugesagt, ohne das Team je gesehen oder gekannt zu haben.
    Im Dezember dann sie Hiobsbotschaft: Kein Startplatz, schliesslich haben sich 2000 Teams für die 777 Plätze angemeldet. Einige erfolglose Startplatz-Wettbewerbe später hats dank einem Inserat auf gigathlon.ch doch noch irgendwie geklappt.

    Foto: regional-brugg.ch
    Mit dem Car zu crazy5.ch
    Apropos Homepage: Mindestens so professionell wie die sportliche Vorbereitung hat «crazy5.ch» das ganze Drumherum aufgegleist. Nicht nur die Website crazy5.ch selbst, auch die Betreuung von Gönnern und Sponsoren braucht keinen Vergleich zu scheuen.
    «Sie sollen auch etwas kriegen fürs Geld», betont Schärer. Sie werden fein verlinkt, erhalten etwa edle T-Shirts, können den Newsletter abonnieren, der sie Tag für Tag, auch auf dem Handy, auf dem Laufenden hält. Zudem kann sich jedermann anmelden für eine organisierte Carfahrt nach Bern, um «crazy5.ch» am 14. Juli auf den letzten Metern anzufeuern und sie so ins Ziel zu tragen (Riniken ist nicht nur mit dem «crazy5.ch»-Team vertreten, auch Beat Erne aus Riniken wird mit seinem Firmen-Team Gig-Atel ins Ziel einlaufen). Es hat noch Plätze frei. Und auch Sponsoren seien nach wie vor willkommen, winkt Schärer mit dem Zaunpfahl.
      

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    Mehr als fünf
    Denn so ein Unterfangen ist teuer. 14’000 Franken beträgt das Budget. Top-Bikes, Schwimmanzüge, Kugellager & Co. sind natürlich nicht gratis. Gut, dass auch ein ebenso leidenschaftliches Begleit-Team zu «crazy5.ch» gehört (unterwegs im von Auto Sommer, Remigen, zur Verfügung gestellten Fahrzeug). Gut, dass auch die Birrerin Silvia Pleuler als Supporterin von «crazy5.ch» wirkt. Sie hat 2002 den letzten Gigathlon, der sieben Tage dauerte, allein (!) und vor allem als Siegerin (!!) gemeistert und dürfte das crazy Quintett mit einigen wertvollen Tipps versorgt haben. Gut, dass es endlich losgeht.
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